Ein Ausflug ohne Rudel
Ich muss euch unbedingt erzählen, dass ich gestern einen kleinen Ausflug ohne mein Rudel gemacht habe. Eigentlich darf ich ja oft draußen toben und spielen. Wir haben einen großen Garten und direkt daran auch noch einen großen Hofplatz. Das war hier mal ein Bauernhof. Immer wenn ich allein nach draußen darf… oder soll – halt wenn ich mal was Dringendes erledigen soll oder Langeweile habe und jaule, darf ich raus. Dann bekomme ich mein Halsband um, aber ohne Leine und die große Pforte zur Straße wird zugemacht. Ich glaube damit die blöden Krachmacher, die wie wild auf dem Teerweg fahren nicht zufällig bei uns rein fahren können. Warum sonst auch?
Neulich war so ein Tag an dem mein Rudel nur Körbchen gammeln auf dem Plan hatten. Das war vielleicht öde. Ich hatte total kein Bock auf nur Gammeln und jaulte immer, wenn einer aus dem Rudel bei mir auftauchte.
Ich durfte raus, allein (ich glaube es war wegen der tollen Tropfen, die wie wild vom Himmel fielen).
Ich also raus, erstmal schnell in meine Ecke Pipi gemacht und dann noch herumgestöbert. Da war doch glatt dieses große Tor auf. Ich also mal raus auf den großen Weg. Autos trauten sich wohl nicht so recht. Es war wohl zu dunkel. Ich lief so meinen gewohnten Gassiweg und hatte schon ein komisches Gefühl, so ganz allein. Es war ziemlich dolle dunkel und überall waren seltsame Geräusche.
Dann ein Geräusch, was ich sehr gut kannte. Meine Pfeife. Hallo ich bin hier – wuff wuff.
Ich komme, ich laufe ganz schnell.
Da steht Herrchen und auch schon und der ganze Rest vom Rudel. Die sind alle ganz aufgeregt und freuen sich ein Loch in den Bauch, dass ich wieder da bin.
Ich freu mich auch, so allein ist so ein Ausflug doch zu unheimlich. Beim nächsten Mal mach ich das lieber wieder mit Rudel, da fühle ich mich sicherer.
